Eidgenössisches Turnfest Biel 2013

  • News Datum: 27.06.13
  • Author: admin

Töfflifahrt

Am Mittwoch, 19.06.2013 ging es nach vielem Planen im Voraus endlich los. 11 abenteuerlustige Turner hatten sich entschlossen, die Anreise nach Biel mit dem Töffli unter die Räder zu nehmen. Unterstützt wurden wir von unserem Begleitfahrzeug mit Anhänger, welches zur Not defekte Töffli aufnehmen sollte. Mehr dazu aber später.

Sandro, Philippe und ich hatten vorgängig ein kleines OK gebildet, um die ganze Sache zu planen. Die immer länger werdende Matt Liste sowie das Abschätzen der Distanzen und Fahrzeiten stellten uns vor einige Herausforderungen. So fuhren Sandro und ich den ersten Teil der Strecke vorgängig mit dem Roller ab, um zu sehen, ob unsere Annahmen einigermassen richtig waren. Dies führte dann auch zur früheren Abfahrtszeit um 16.00 Uhr.

Der Anhänger war also vollgepackt mit Generator, Kühlschrank, Getränken, Gepäck und vielem mehr. Nachdem das obligatorische Gruppenfoto vor der Turnhalle gemacht war, ging es endlich los. Ich führte die Meute an und Sandro bildete mit der TSV Gunti Fahne den Abschluss. Die Kommunikation über Funk mit Stöpsel im Ohr erleichterte das Ganze sehr.

Die Route führte uns entlang der Velo Route 5 von Romanshorn nach Lausanne. Bereits in Turbenthal hatten wir jedoch erste kleine Probleme bei einem Töffli, welche wohl auf wenig Benzin zurückzuführen waren. Somit gab es bereits den ersten Tankstopp. Die Route führte uns weiter durch das Tösstal und über den beschaulichen Waldweg der Töss entlang rund um Winterthur. Bei der Ausfahrt Töss sollten wir uns eigentlich mit dem Begleitfahrzeug treffen, diese waren jedoch noch nicht da, so entschlossen wir uns, weiterzufahren. Es kam dann bereits die erste Herausforderung in Gestalt einer sehr steilen Strasse hoch nach Winterberg. Mit einigem Treten konnte jedoch auch diese gemeistert werden. Schnell stellte sich auch heraus, welches Töffli den schnellsten Start hinlegen konnte und welches den grössten Topspeed hatte, gell Stefan... ;-) Ohne weitere Schwierigkeiten ging es weiter nach Lindau, Bassersdorf und schon waren wir in Kloten. Als es plötzlich über Funk „Unfall“ hiess gab es einen kurzen Schreckmoment, kurz darauf konnte aber Entwarnung gegeben werden, da es sich zum Glück „nur“ um eine Schürfwunde am Knie handelte. Der genaue Unfallhergang wurde leider nicht überliefert.. Den angepeilten Treffpunkt 23 erreichten wir, doch war vom Begleitfahrzeug nichts zu sehen.  Wir fuhren noch ein bisschen weiter und kurz vor Rümlang machten wir Pause auf einem Parkplatz. Auch das Begleitfahrzeug fand uns schliesslich doch noch. Nach Verpflegung von uns und den Töfflis und einem weiteren Gruppenfoto ging es auch bereits weiter Richtung Regensdorf.

Auf malerischen Waldwegen erreichten wir Regensdorf, wo wir die Veloroute 5 verliessen und Richtung Zeltplatz in Küenten fuhren. Kurz nach Bergdietlikon trafen wir wieder mit dem Begleitfahrzeug zusammen, um einen kurzen Fahrerwechsel vorzunehmen, da auch Philippe und Beni noch ein bisschen Töffli fahren wollten. Auch unsere Fans vom Fussballplatz wollten unbedingt noch ein Autogramm der Rockertruppe haben.. Für das Znacht benötigten wir noch Grillgut und so fuhren wir gemeinsam Richtung Coop Pronto in Bremgarten. Stefan wurde fuhr plötzlich noch langsamer als sonst schon, und das auch noch bergab. Da konnte etwas nicht stimmen!! Schnell war die Ursache in Form eines Plattens am Vorderrad gefunden. Zum Glück war die Tankstelle bald da. Nachdem Aufpumpen nicht half, wurde sein Töffli verladen, Znacht eingekauft und das letzte Teilstück unter die Räder genommen. So erreichten wir um 20.45 Uhr den Zeltplatz in Küenten und wurden sehr freundlich empfangen. Dabei konnten es ein Turner nicht lassen, noch ein bisschen mit dem Gasgriff des Töfflis zu spielen..Alter und Namen erwähnen wir hier nicht..

Praktischerweise konnten wir in einem grossen Event Zelt übernachten, wo auch grad die Töfflis Platz hatten. Dies ersparte uns ein aufstellen der Pavillons.

So konnten wir gleich mit dem gemütlichen Teil des Abends beginnen. Einige Turner feuerten gleich mal die Grillstelle ein und auch ein Bad in der Reuss war sehr verlockend, um die Strapazen der Reise abzuwaschen. Dabei wagten wir uns jedoch nicht in die Strömung hinaus, da diese einfach zu stark war. Auch die erfahrenen Turner waren diesmal so vernünftig.. Nach gemütlichem Grillen klang der Abend am Lagerfeuer aus und die meisten merkten wohl die 70km in den Knochen, den gegen Mitternacht waren alle bereits im Schlafsack. Beni schlief bereits nach einer Minute und dachte wohl, er sei immer noch auf dem Töffli, was zumindest die Motorengeräusche erklären würde..

Am nächsten Morgen waren wir sehr früh bereits wieder wach und so war um viertel nach Sechs bereits alles wieder verladen und abfahrbereit. Der Plan sah so aus, dass wir nochmals zur Coop Tankstelle zurückfahren, um Frühstück zu kaufen und auch Beni Jr. in Bremgarten am Bahnhof abzuholen, da er erst Donnerstagmorgen zur Truppe stiess. Kurz nach Sieben waren wir bereits wieder on the Road. Nach und nach kam dann auch die Sonne hervor und es wurde angenehm warm. In Tägerig hatte dann das Töffli von Beni Jr. plötzlich Probleme, es sollten nicht die einzigen werden.. Nach einem Kerzenwechsel konnte es aber weiter gehen.

Kurz nach Mägenwil stieg dann aber dichter Rauch hinter Benis Töffli auf und bei genauerem Hinsehen fehlte die Ölabdeckung und das gesamte Motorenöl war ausgelaufen. Dies war nun doch ein Fall für das Begleitfahrzeug. Sie sollten ja schliesslich auch noch was tun.. Nach dem Verladen und einem kurzen Nachtanken ging es für die verbliebenen Fahrer weiter. Das Begleitfahrzeug fuhr mit den defekten Töfflis zu einem Mech. Nachdem der erste nicht so vertrauenswürdig war, konnte der Zweite dann trotz Stress die Töfflis reparieren. Unterdessen gab es bei uns den nächsten Defekt. Sämi Schüller hatte einen Platten am Hinterreifen. Wir liessen ihn bei Wildegg zurück und das Begleitfahrzeug hatte grad recht viel zu tun mit Sämi aufladen, wieder zuürck zum Mech, flicken ect.

Für die verbliebenen 8 Fahrer ging es der Aare entlang weiter vorbei an Aarau, Obergösgen, Olten, Aarburg bis nach Aarwangen, wo der nächste Treffpunkt und Mittagspause angesagt waren.  Unterwegs gab es weitere leichte Probleme, überraschenderweise beim Töffli von Beni Jr.. ;-) Auch der Soldat Hülsäsack wurde pflichtbewusst beim Militär OL Posten eingetragen.. In Aarwangen hatte Philippe bereits ein Restaurant gefunden, wo die ganze Truppe mit Spaghetti verköstigt wurde. Anschliessend konnten auch die mittlerweile reparierten Töfflis von Sämi, Stefan und Beni Jr. wieder mittun. Dafür konnte leider Luchi und Roger nicht mehr mitfahren, ihre Töfflis wurden wiederum verladen.

Weiter ging es für uns durch Solothurn, Grenchen zum nächsten Treffpunkt kurz nach Walliswil. Mittlerweile waren es nur no 49 km nach Biel. Auch Philippe war wieder mal mit uns auch den Töfflis unterwegs. Beim nächsten Treffpunkt wurden nochmals Gruppen und Einzelfotos gemacht. Weiter gings, aber leider fiel dann kurz darauf wieder mal das Töffli von Beni Jr. aus. Da das Begleitfahrzeug grad noch am Zelte abholen war,  musste er kurz auf einem Parkplatz warten. Nach einigem herumprobieren sprang das Töffli offenbar wieder an, und er nahm unsere Verfolgung auf, musste dann aber kurze Zeit später aufgeben. Unterdessen erreichten die verbliebenen Fahrer nach total 14h Fahrzeit Ipsach und den Spezialfahrzeug Platz. Während wir auf das Begleitfahrzeug warteten, wurden wir vom einem SRF Reporter angefragt, ob wir mit den Töfflis eine Durchfahrt machen können, was wir natürlich mit grossem Vergnügen machten. Der Videoausschnitt wurde später im Sportpanorama gesendet und kann hoffentlich bald hier angesehen werden. Schliesslich erreichte uns auch das Begleitfahrzeug, welches mit 3 Fahrern ziemlich kuschlig gefüllt war, mehr Töfflis hätten nicht mehr ausfallen dürfen. Trotzdem erreichten wir Biel ohne schwerere Zwischenfälle oder Unfälle.

27.06.2013, Jan Widmer